Milli
Bau

„Wenn ich so unterwegs bin, da komme ich mir nie alleine vor, da komme ich mir nie einsam vor.”

Vita

Milli Bau  war eine Darmstädter Journalistin und Fotografin, deren weltweite Reisen und eindrucksvolle Bildreportagen sie zu einer Pionierin des deutschen Fotojournalismus machten. Mit Mut, Neugier und einem einzigartigen Blick für Menschen und Kulturen dokumentierte sie über Jahrzehnte die Welt – lange bevor globales Reisen selbstverständlich wurde. Ihr Werk steht für Weltoffenheit, kulturelle Verständigung und die Stärke einer Frau, die ihren eigenen Weg ging.

 

Sie unternahm ab 1948 über 40 große Reisen, viele davon allein – darunter Touren durch Nordafrika, Pakistan, Indien, China, Ägypten, Sri Lanka, die Türkei und den Iran. Ihre Fotografien dokumentieren Begegnungen, Kulturen und Landschaften aus einer Zeit, in der solche Reisen für Frauen nahezu unvorstellbar waren.

Besonders bekannt wurde sie durch ihre Teilnahme an einer dreijährigen Südamerika-Expedition (als einzige Frau) sowie durch ihre späteren Solo-Reisen im umgebauten VW-Bus.

Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete sie im Kulturressort der neu gegründeten Zeitung Die Welt und entwickelte sich zu einer der prägendsten Reisejournalistinnen ihrer Zeit.

 

29. Juli 1906

in Darmstadt als Emilia/e Wissmann geboren

 

1912-1921

Schulbesuch in der späteren Morneweg- und der Goetheschule

1922

Reise nach Italien, um die Sprache, Kunst und Kultur kennenzulernen

1928

Tod der Mutter und Rückkehr nach Darmstadt

1932

Heirat mit Waldemar Bau in Neuwied, danach lebt das Paar in Stuttgart

1939

Umzug nach Hamburg, Geburt des Sohnes Gerhardt

1940

tragischer Tod des Sohnes

1940-1945

Tätig als Übersetzerin und nach dem Krieg als Journalistin

1949-1952

Teilnahme an der Anden-Expedition als einzige Frau

1953

Tod des Ehemanns

Vortragsreisen in Deutschland und erste Publikation 1954 „Grüne Hölle - Unterwegs in Bolivien“

1955

 Tod des Äffchens Fips Peter Schwanzlhuber und des Vaters in Darmstadt, Planungen zur Reise entlang der Seidenstraße

1956-1959

Unterwegs im „rollenden Haus“

1960er Jahre

Aufbau des Asien-Bildarchivs, Publikation der Asien-Informationen, unterwegs zwischen Hamburg und München

1967

Beginn der zweiten Reise mit dem neuen VW Bus in den Iran, wo sie als Journalistin bis 1972 tätig ist

1971

Publikation "Iran wie er wirklich ist"

1973

nach einem schweren Autounfall Rückkehr nach Darmstadt

 

1975

Publikation "Der fruchtbare Halbmond"

Danach immer wieder unterwegs, als Kulturreferentin auf verschiedenen Schiffen, Reisen u.a. entlang des Amazonas und der Lena

Weiterer Ausbau des Asien-Archivs in ihrer Wohnung in Darmstadt

1990

Studienreise nach Sibirien, erste Kontakte nach Jakutsk, zuletzt dort 1994

1996

letzte Publikation über ihr Äffchen Fips Peter Schwanzlhuber

2005

Tod in Darmstadt, Grabstätte auf dem Alten Friedhof, Straßenbenennung 2022 und Gedenktafel am Geburtshaus Dreibrunnenstraße 2024

Zeitraum bis
Keine Ergebnisse mit diesen Filtereinsellungen

Sie haben Informationen zu einem der Kunstwerke, interessieren sich für Werke oder möchten mit uns in Kontakt treten?
Nutzen Sie nachfolgendes Kontaktformular oder schreiben Sie uns eine E-Mail an teamnoSpam@buergerstiftung.art

Datenschutzbestimmungen

Der Schutz Ihrer Privatsphäre bei der Nutzung unserer Webseiten ist uns wichtig.

Sollten Sie uns Informationen per Formular oder E-Mail zukommen lassen, werden diese Daten von uns lediglich zur Beantwortung Ihrer Fragen/Anliegen verwendet.

Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nicht! Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.

Geben sie die im Bild dargestellte Zeichenfolge ein